Japan und China schließen Währungspakt

Japan und China schließen Währungspakt
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Die zwei asiatischen Wirtschaftsmächte China und Japan wollen ihren Handel künftig ohne Umweg über den Dollar abwickeln. Für Europa und die USA sind das schlechte Nachrichten.

Eine Nachricht der asiatischen Wirtschaftsmächte hat am Wochenende Europa und die USA überrascht. China und Japan wollen im bilateralen Handel die Verwendung ihrer eigenen Landeswährungen Renminbi und Yen fördern. Ausserdem soll der Verkauf von Staatsanleihen in chinesischen Yuan durch japanische Firmen unterstützt werden. Die Regierungen der beiden Länder verkündeten den Schritt am Sonntag während eines Besuches des japanischen Ministerpräsidenten Yoshihiko Noda in Peking.

Bisher wird der Grossteil des Handels zwischen China und Japan in Dollar abgewickelt. Die neue Finanzkooperation könnte deshalb die Dominanz des Dollars in Ostasien deutlich einschränken und somit die Rolle des US-Dollars weiter schwächen. Öffnet China den Markt für chinesische Staatsanleihen, hätte Japan eine Alternative zum Dollar.

Auch Euro betroffen

Doch nicht nur die USA, auch Europa wird von dem Pakt schmerzhaft getroffen. Auch die Eurostaaten hofften, die zweit- und die drittgrösste Wirtschaftsmacht würden im grossen Stil Staatsanleihen kaufen.

«Angesichts des schieren Handelsvolumens der beiden grössten asiatischen Volkswirtschaften untereinander ist dieses Abkommen weit wichtiger als alle anderen Währungsabkommen, die China in der Vergangenheit abgeschlossen hat», zitiert «Financial Times Deutschland» den Ökonomen Ren Xianfang, von IHS Global Insight in Peking.

Gespräche über Nordkorea

Zudem sprach Yoshihiko Noda in Peking mit Staats- und Parteichef Hu Jintao über die Rolle Nordkoreas nach dem Tod von Kim Jong-il. Sie werde im Mittelpunkt der Gespräche Nodas in Peking stehen, sagten chinesische und japanische Diplomaten. Es ist der erste offizielle Chinabesuch Nodas seit seiner Amtsübernahme Ende August. Noda will China gemäss der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo zu einer «Schlüsselrolle im Umgang mit Nordkorea» drängen. China gilt als Schutzmacht Nordkoreas.

Japans Regierungschef Noda will die Chinesen um Unterstützung für eine baldige Wiederaufnahme der Sechs-Parteiengespräche über Nordkoreas Atomprogramm bitten, meldete Kyodo. Die Gespräche über eine mögliche Beendung des Programms, an denen neben China und Japan auch Nordkorea, die USA, Südkorea und Russland beteiligt waren, ruhen seit 2008. Nun gibt es Hoffnungen, dass der neue Herrscher in Nordkorea, Kim Jong-un, zu einer Fortführung der Nukleargespräche bereit sein könnte.

(c) http://bazonline.ch/wirtschaft/geld/Ein-Whrungspakt-mit-Folgen/story/10394611

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Meteor oder abstürzende Russische Sojus-Rakete über Deutschland

Meteor oder abstürzende Russische Sojus-Rakete über Deutschland
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Am 24.12.2011 konnte man in ganz Deutschland ein verglühendes Objekt in der Himmelsphäre beobachten. Ob es ein Meteor oder die missglückte russische Sojus-Rakete war steht noch nicht fest.

Raumfahrt: Russische Sojus-Rakete stürzt mit Satelliten ab – Update



Update: Es soll die 3 Stufe der Sojus Rakete gewesen sein: http://sattrackcam.blogspot.com/2011/12/breaking-news-decay-of-soyuz-rb-stage.html

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„Plan social“ – das Kartenspiel über den Kapitalismus

„Plan social“ – das Kartenspiel über den Kapitalismus
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Die bretonische Spielzeugfirma Arplay hat einen Coup gelandet. Sie hat ein Kartenspiel auf den Markt gebracht, das binnen weniger Tage ausverkauft war. „Sozialplan“ – ein Spiel, das „Raubtierinstinkte und innere Grausamkeit“ weckt, bei dem einen das Lachen im Halse stecken bleibt.
„Sozialplan“ heißt das Kartenspiel, das in Frankreich seit ein paar Wochen für Aufregung sorgt
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© Jan Zabeil
„Sozialplan“ heißt das Kartenspiel, das in Frankreich seit ein paar Wochen für Aufregung sorgt

Worum geht’s? Jeder der bis zu sechs Teilnehmer kämpft darum, als Erster seine Karten los zu werden, die einen Angestellten einer Firma darstellen. Egal ob „Baustellen“-Sklave, Behinderter, Schwangere, alles muss entlassen werden. Für den Rausschmiss eines Gewerkschafters gibt’s Extrapunkte. Je höher die Angestellten in der Hierarchie des Betriebes stehen, um so schwieriger ist ihre Entlassung. Ist man die Karten los und damit seine Angestellten, darf die Firma umsiedeln in ein totalitäres Land, wo die Arbeitskräfte billig sind.

Das Spiel spaltet die Franzosen in Befürworter und strikte Gegner, für die Gewerkschafter ist das Spiel Ausdruck der Realität, dessen, was tagtäglich nicht nur in Frankreich geschieht, da gibt es Produktionsverlagerungen in großem Ausmaß ins Ausland, um preiswerter zu produzieren und noch mehr Profit einzufahren. Die Arbeitgeberseite ist empört über ihren schlechten Ruf durch dieses Spiel.
Psychiater nennen es „moralisch unakzeptabel“, über das Leid anderer zu lachen, sie ahnen, das nächste Spiel könnte „Suizid im Unternehmen“ heißen. Und der Erfinder des Spiels? Meint diabolisch, für 12 Euro könnten sich auch Normalsterbliche darin üben, effiziente Aktionäre zu werden. Das „Lieblingsspiel der Bosse“ wird gerade in einer 10.000 Auflage herausgebracht, Belgien, die Schweiz und Kanada haben ihr Interesse an diesem Spiel angemeldet.

Metropolis spielt mit und schlüpft in die Rolle eines Aktionärs, der hofft als Erster alle Karten seines Personals zu entledigen, seinen Sozialplan zu erfüllen und seine Firma nach China auszulagern.

(c) http://www.arte.tv/de/4081106,CmC=4081092.html

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Das Spiel ist aus. Wir müssen neu starten!

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Ist die Krise eine normale Wirtschaftskrise oder steckt mehr dahinter? Ist es eine «Finanzkrise», die vorbeigeht, oder haben wir es mit einer existenziell bedrohlichen Geldsystemkrise zu tun? Diese Fragen erörtert Michael Mross.

Kapitalismus und freie Marktwirtschaft sind schon lange abgeschafft. Das System befindet sich im Endstadium. Die globalisierte Welt wird von Monopolen und Oligopolen beherrscht. Auf der Strecke bleiben die Menschen, welche nur noch „ein Markt“ sind. Marketingmethoden, die an Gehirnwäsche erinnern, degradieren das Individuum zu willenlosen Konsumenten, die sich abrackern, um zu kaufen, was als Lametta «an den Baum des Kapitalismus gehängt wird». Lebenssinn Konsum: Kann das funktionieren?

Das Geldsystem und damit auch Wirtschaft und Gesellschaft befinden sich in einer Sackgasse und es hat keinen Zweck, die Geschwindigkeit zu erhöhen, wenn man in die falsche Richtung fährt.

Statt eine ehrliche Ursachenforschung zu betreiben, versuchen die Verantwortlichen so weiter zu machen, wie bisher. Die Konsequenzen dürften deshalb in Zukunft dramatisch sein. Wenn aufgrund von Staatsbankrott und Währungsreform die Logistik-Ketten brechen, würde sofort eine globale Hungersnot ausbrechen.

Nichts Geringeres steht auf dem Spiel, als das Überleben der modernen Menschheit. Denn letztlich ist es nicht nur eine Krise des Geldsystems sondern auch eine Krise unseres Bewusstseins, in der sich die alles entscheidende Frage stellt: Können wir so weiter machen, wie bisher?

Verkraftet der Planet ein System, welches auf Wirtschaftswachstum getrimmt ist? Kann es absolutes Wachstum überhaupt geben, ohne dass woanders etwas abgezogen wird? Hat der Wachstumsfetisch am Ende die Vernichtung unserer eigenen Lebensgrundlage zur Folge? Ist der Preis für «Wachstum» die Zerstörung der Erde?

Die Krise hat einen Sinn: Sie zeigt uns, dass wir nicht mehr so weiter machen können wie bisher. Das ganze System ist «heiss gelaufen». Aufputschmittel lindern zwar Symptome der Krankheit, bekämpfen aber nicht deren Ursache. Folge: Wir müssen uns ändern. Ignorieren wir diese Lektion, ist der Exitus unausweichlich!

Wie kann sich der einzelne schützen? Gegen die drohende globale Katastrophe gibt es nur einen Schutz: Bescheidenheit und Leben im Einklang mit der Natur. Sollten die Supermärkte eines Tages leer sein, kann man sich per Rohkost immer noch direkt aus der Natur ernähren. Das kostet nichts und ist gesund obendrein. Dieses Wissen sollte man jetzt schon erlernen.

Außerdem sollte man nicht zu sehr an seinem Geld festhalten. Jetzt, wo es noch etwas für die Scheine gibt, sollte man sie am besten ausgeben – indem man zum Beispiel Bedürftige unterstützt.

Das Leben wird auch nach der Krise weitergehen. Doch eines ist wichtig zu wissen: Es sind dann immaterielle Werte, die überleben und einen ganz anderen Stellenwert haben werden. Wer jetzt schon damit anfängt, sein Leben entsprechend zu ändern, der braucht den großen Kollaps nicht zu fürchten.

Website: www.mmnews.de

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WikiLeaks veröffentlicht Spy Files

WikiLeaks veröffentlicht Spy Files
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Die Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlich weitere geheime Dokumente.
Im Rahmen der ersten Veröffentlichung fanden 287 Dokumente aus einer riesigen Datenbank ihren Weg ins Internet. Dabei werden die geheimen Machenschaften von Firmen wie Gamma aus Großbritannien, Ipoque aus Deutschland, Amesys und Vupen aus Frankreich, VASTech aus Südafrika, ZTE Corp aus China, Phoenexia aus Tschechien sowie SS8 und Blue Coat aus den USA offengelegt. All diese Firmen verdienen Millionen mit der Entwicklung und dem Verkauf von Verfolgungs- und Überwachungstechnologien.

Wikileaks – The Spy Files

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